Mit Yoga & Ayurveda durch die Rauhnächte

21. Dezember - Wintersonnenwende

Schön, dass Du Dir Zeit für Dich nimmst und ich Dich durch diese Feiertage führen darf.

Entstanden sind diese Nächte durch die Zeitdifferenz von 11 Tagen bzw. 12 Nächten zwischen dem Mondkalender mit 354 Tagen und dem Sonnenkalender mit 365 Tagen. Es ist eine geschenkte Zeit, ein Zeitmoment zwischen Verabschiedung und Neuanfang mit einer besonderen, feinen Qualität. Jede dieser 12 Nächte ist einem Monat im kommenden Jahr gewidmet und trägt eine besondere Kraft in sich.

Für jede Rauhnacht gibt es kleine Übungen, Fragen und Impulse, um diese Übergangszeit bewusst zu erleben, das Alte zu verabschieden und sich für das Neue zu öffnen.

 

Was brauchst Du?

  • einen Ort, an dem Du Dich wohl fühlst und Dich jederzeit zurückziehen kannst, alles stehen und liegen lassen kannst

  • Yogamatte, Kissen, Decke

  • Ein kleines Tagebuch, so dass es in jede Tasche passt

  • Räucherwerk (Salbei, Weihrauch, Palo Santo, Rosmarin, Benzoe Siam) und Räucherschale – Wer Räucherwerk nicht verträgt oder Kopfschmerzen bekommt kann alternativ Lüften.

  • Es rät sich die Wohnung, das Haus vor den Rauhnächten aufzuräumen zu putzen, wohlriechende ätherische Öle (z.B. Zitrone, Orange, Rose,..) im Putzwasser einzusetzen

  • bis zum 24. Dezember Wäsche waschen und Geliehenes zurück geben, Unerledigtes bereinigen - alles im Rahmen Deiner Möglichkeiten: Eine junge Familie steht zeitlich anders da als ein Paar mit erwachsenen Kindern!

Versuche die Yoga-/Ayurvedaübungen und Impulsen für die Rauhnacht in der dunklen Tages-/ Nachtzeit durchzuführen, um in der Qualität der jeweiligen Rauhnacht zu bleiben. Mit dem Räuchern Deines Raumes im Uhrzeigersinn läutest Du Deine Übungen ein.  Es geht um Einkehr, bei sich Ankommen und sich ausrichten. Ein kleines Tagebuch, Gedankenbuch begleitet Dich durch die Tage, so dass Du Dir Wichtiges und Unwichtiges aufschreiben kannst. Berichte Dir Deine Gedanken, Gefühle, Erlebnisse.

Einstimmung auf die Rauhnächte

Die Einstimmung auf die Rauhnächte beginnt am 21. Dezember, der Wintersonnenwende. In der längsten Nacht des Jahres lohnt es sich, auf das Jahr zurückzuschauen. Wie hast Du das Jahr erlebt? Wie hast Du es empfunden? Was für Wünsche, Sehnsüchte, Einsichten entstehen daraus? Nimm Dir dafür Zeit und spüre das vergangene Jahr. Danach wandere mit der Aufmerksamkeit in das neue Jahr. Stell Dir ruhig jeden Monat vor. Was bewegt Dich? Welche Bilder tauchen auf?

Bereite nun 13 Zettel vor. Durch die Jahresrück- und -vorschau formuliere, was Du Dir für das kommende Jahr wünscht. Formuliere es positiv, so dass ein gutes Gefühl dabei entsteht. Auf jeden der 13 Zettel schreibst Du jeweils einen Wunsch, eine Vision oder ein Ziel. Diese 13 Zettel legst du gefaltet in eine Schale. Am besten lässt Du die Schale an Deinem „Rauhnachtplatz“ stehen, so dass die Wunschzettel Dir präsent bleiben. 

In jeder Rauhnacht ziehst Du nun einen Zettel und verbrennst ihn ungeöffnet und ungelesen in der Natur. Vor oder nach Deinen Übungen, so wie es sich für Dich richtig anfühlt. Am Ende der Rauhnächte bleibt ein Zettel übrig. Diesen 13. Wunschzettel darft du öffnen und lesen; er beinhaltet dein Jahresthema und begleitet Dich durch das Jahr.  Lass Dir Zeit und nähere Dich diesem Wunsch, diesem Thema in Deinem Tempo.

Anke Facius